
Esperanto-Historisches aus der Region Karlsruhe
Nachfolgend ein erster Versuch, etwas Licht ins Dunkel der Geschichte der Internationalen Sprache in und um Karlsruhe zu bringen. Die Aufstellung wird fortlaufend ergänzt, wann immer ein neues Detail zutage tritt.
| 10/2010 | |
| 4/2008 |
Wiederaufleben des Gruppenlebens mit regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Aktivitäten. |
| 199x |
Regelmäßige Piramidaj Esperanto-Prelegoj ("PEP-Prelegoj") im Rahmen der Gruppentreffen. |
| 1994 |
Die kleine Hexe von Ottfried Preussler erscheint auf Esperanto als La Malgranda Sorĉistino, übersetzt von Esperanto-Sprechern aus dem Landkreis Rastatt. [1] |
| 1992 |
91. Deutscher Katholikentag in Karlsruhe mit einer heiligen Messe auf Esperanto. [2] |
| 1988 -2001 |
Esperanto-Kurse von Lothar Eckert im Rahmen des Studium Generale an der Universität Karlsruhe. |
| 1987 -2001 |
Herausgabe des Mitteilungsblattes Karlsruhe-a ĉirkaŭen-rigardilo (übersetzt etwa Karlsruher Rundblick), später La verda koro. |
| 1987 |
65. Deutscher Esperanto-Kongress in Rastatt. |
| 1972 -1984 |
Regelmäßige Esperanto-Treffen in Karlsruhe. Gemeinsame Unternehmungen wie z.B. Fahrten in die Partnerstadt Nancy. Esperanto-Kurse an der Universität und in der Volkshochschule. |
| 1967 |
Esperanto-Brücke im Karlsruher Stadtteil Grünwinkel. |
| 1965 |
38. Kongress der Sennacieca Asocio Tutmonda (SAT) in Karlsruhe. |
| 1964 |
Friedrich Dorner aus Karlsruhe erhält die Ehrenmedaille des Deutschen Esperanto-Bundes. [3] |
| 1963 |
Maximilian Murath aus Karlsruhe erhält die Ehrenmedaille des Deutschen Esperanto-Bundes. [4] |
| 1960 |
Zamenhofstraße in der Karlsruher Oststadt |
| 1958 |
Die Broschüre Karlsruhe, Großstadt zwischen Schwarzwald und Rhein
erscheint auf Esperanto als Karlsruhe, urbego inter Nigra Arbaro kaj Rejno,
herausgegeben vom Karlsruher Verkehrsverein.
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| 1956 |
13 Esperanto-Sprecher aus Karlsruhe beim deutsch-französischen Treffen in Nancy. [5] |
| 1952 |
Teilnehmer aus Karlsruhe beim internationalen Esperanto-Treffen in Raon l'Etape (Vogesen), organisiert vom SAT-Jugendkreis aus Nancy. [6] |
1933-1945 Im Dritten Reich verschwand 1933 Esperanto aus den etwa hundert öffentlichen Schulen, an denen es in Deutschland damals unterrichtet wurde. 1936 wurden alle Verbände aufgelöst, die sich für "Kunstsprachen" einsetzten... Die private Nutzung von Esperanto war nicht verboten, allerdings waren gelegentlich deshalb Esperantosprecher Verhören ausgesetzt. (Aus dem Wikipedia-Artikel Geschichte des Esperanto).
| 1931 und 1932 |
Ajo (Josef Allinger) aus Karlsruhe hält in Dänemark Esperanto-Kurse nach der Cseh-Methode. [7] |
| 1930 |
Bundestag des Bundes für Nationalstenographie (?) in Karlsruhe mit einer Intersteno-Ausstellung und Vorträgen über den Nutzen des Esperanto. [8] |
| 1925 |
Internationale Polizeitechnische Ausstellung in Karlsruhe. Ausstellungsregularien, Sparten und Ausstellungsprogramm werden auch auf Esperanto herausgegeben. [9] |
| 1904 |
Einzelne Esperanto-Sprecher in Karlsruhe.
[10] |
Esperanto im Adressbuch der Stadt Karlsruhe
Das seit 1818 jährlich neu aufgelegte Adressbuch der Stadt Karlsruhe stellt eine wertvolle Informationsquelle dar. Es enthält u.a. eine Auflistung der im jeweiligen Jahr aktiven Vereine der Stadt, ergänzt um Details wie z.B. einem Ansprechpartner oder dem Ort regelmäßiger Zusammenkünfte. Auch Karlsruher Esperanto-Sprecher waren regelmäßig mit Einträgen vertreten, und so offenbaren sich weitere Einzelheiten des Esperanto-Lebens in Karlsruhe.
Aus dem Eintrag von 1910 lässt sich schließen, dass die 1907 veröffentlichte Sprache Ido (auch "Reform-Esperanto" genannt) zeitweise Anhänger in Karlsruhe fand - Abbild einer Spaltung, die damals durch die gesamte Esperanto-Bewegung ging.
Die ständig wechselnden Treffpunkte deuten darauf hin, dass eigene Räumlichkeiten auch in früherer Zeit nicht vorhanden waren.
Während der Weimarer Republik lebte Esperanto in Deutschland ziemlich auf. Für die zweite Hälfte der Zwanziger Jahre ist eine eigene Esperanto-Bibliothek in Karlsruhe vermerkt, was rege Esperanto-Aktivitäten vermuten lässt. Auch die Polizeitechnische Ausstellung 1925 [12] und der Bundestag des Bundes für Nationalstenographie 1930 [13] in Karlsruhe, beide mit Beteiligung von Esperanto, fallen in diese Zeit.
Kurios die immer neuen Wohnsitze des Herrn Lamm, der offenbar sehr engagiert war und sowohl die Tutmonda Esperanto-Asocio Junulara (TEAJ), Vorgänger-Organisation der heutigen Esperanto-Weltjugend TEJO, als auch den Esperanto-Weltbund UEA vertrat.
Nachdem ab 1936 deutschlandweit alle Esperanto-Verbände aufgelöst wurden, verschwinden die entsprechenden Einträge aus dem Karlsruher Adressbuch. Erst 1947, zwei Jahre nach Kriegsende, findet sich dort wieder ein Lebenszeichen der Esperanto-Gruppe der Stadt.
Nachfolgend alle Adressbuch-Einträge ab 1905. Für dieses Jahr ist zum ersten Mal eine Esperanto-Gruppe in Karlsruhe nachgewiesen.[14]
| 1905 |
(ohne Eintrag) |
| 1906 |
Esperantisten-Gruppe (Weltsprache-Verein) |
| 1907 |
Esperanto Gruppe |
| 1908 -1909 |
Esperantogruppe |
| 1910 |
Esperanto s. Reform-Esperanto Societo |
| 1911 -1922 |
(ohne Eintrag) |
| 1923 -1925 |
Esperantogruppe Karlsruhe |
| 1926 -1927 |
Esperanto-Bibliothek Karlsruhe |
| 1928 -1929 |
Esperanto Asocio Junulara Tutmonda (TEAJ) |
| 1930 |
Tutmonda Esperanto Asocio Junulara (TEAJ) |
| 1930/31 |
Esperanto, s.u. Tutmonda sowie U.E.A. |
| 1932/33 -1933/34 |
Esperanto Asocio, Universala (UEA) |
| 1934/35 -1935/36 |
Esperanto Asocio, Universala (UEA) |
| 1937 -1945/46 |
(ohne Eintrag) |
| 1947 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1948 |
(Adressbuch nicht vorhanden) |
| 1949 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1950 |
(Adressbuch nicht vorhanden) |
| 1951 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1952 -1953 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1954 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1955 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1956 |
(ohne Eintrag) |
| 1957 -1959 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1960 -1961 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1962 -1963 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1964 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1965 -1968 |
Esperanto-Gruppe Karlsruhe |
| 1969 -1978 |
(ohne Eintrag) |
| ab 1979 |
(Adressbuch enthält kein Vereinsregister mehr) |
(Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe)


